Energieminister Tilo Kummer hatte das Vorhaben schon als ehemaliger Bürgermeister von Hildburghausen vorangetrieben: "Wir brauchen Kommunen wie Hildburghausen, die ihre Chancen beim Umbau der Wärmeversorgung auch so nutzen, dass die Menschen davon profitieren können - gerade auch angesichts der immer unsicherer werdenden Versorgungslage durch fossile Energieträger wie Öl und Gas. Eine versorgungssichere, preiswerte und dauerhafte Fernwärme-Lösung bietet hier auch Holz aus dem eigenen Stadtwald ", so Minister Kummer.
Das Vorhaben wird durch die Wohnungsgesellschaft Hildburghausen mbH, eine Tochter der Stadt, umgesetzt. Die Wohnungsgesellschaft besitzt ein etwa fünf Kilometer langes Fernwärmenetz sowie ein eigenes Heizwerk, das die Wärmeversorgung der Stadt gewährleistet. Kernstück des EFRE-geförderten Vorhabens ist die Errichtung eines separaten Heizhauses. Durch diese Maßnahme lässt sich der Wärmebedarf in Hildburghausen besser an die tatsächlichen Gegebenheiten anpassen und weitere Wohnquartiere können an das Fernwärmenetz angeschlossen werden. Bis 2030 sollen mindestens 65 % der Fernwärme in Hildburghausen aus regenerativen Quellen erzeugt werden.
In der Vergangenheit wurde Abwärme, die in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) eines Dritteigentümers erzeugt wurde, in das Wärmenetz der Stadt Hildburghausen eingespeist. Dadurch war eine klimafreundliche Wärmeproduktion ohne fossile Brennstoffe bereits möglich. 2024 stellte der Dritteigentümer die Stromerzeugung im BHKW jedoch ein, demontierte die Anlage und verkaufte die Technik. Seitdem ist die Wohnungsgesellschaft Hildburghausen gezwungen, wieder auf die Erzeugung von Wärme mit Erdgas und Heizöl zurückzugreifen.
„Dieser Rückschlag wird für Hildburghausen nun geheilt. Mit dem Vorhaben macht die Stadt einen großen Schritt nach vorn und stellt die klimafreundliche Wärmeerzeugung auf neue Füße“, so Minister Schütz abschließend.




